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«ZUR WETTBEWERBSFÄHIGKEIT DER OSTDEUTSCHEN LANDWIRTSCHAFT – EINE EFFIZIENZANALYSE LANDWIRTSCHAFTLICHER UNTERNEHMEN SACHSEN-ANHALTS UND DER ...»

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8 Andrea Rothe und Alexej Lissitsa Verzeichnis der Abkürzungen € Euro Ab Abschreibungen AG Aktiengesellschaft AK Vollarbeitskraft A Anlagevermögen B Boden BCC Banker-Charnes-Cooper Modell BIP Bruttoinlandsprodukt BMVEL Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft BSE Bovine Spongiforme Enzephalopathie BVVG Bodenverwertungs und –verwaltungs GmbH CCR Charnes-Cooper-Rhodes-Modell CRS Constant Return to Scale CSK Tschechische Krone DEA Data Envelopment Analysis DEAP Data Envelopment Analysis Program DMU Decision Making Unit dt Dezitonne EKB Eigenkapitalbildung EMS Efficiency Measurement System EMZ Ertragsmesszahl EU Europäische Union FADN Farm Accountancy Data Network GAP Gemeinsame Agrarpolititk GbR Gesellschaft bürgerlichen Rechts GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung ha Hektar HE Haupterwerbsbetrieb JP Juristische Person KD Kapitaldienst kg Kilogramm kKDG Kurzfristige Kapitaldienstgrenze Zur Wettbewerbsfähigkeit der ostdeutschen Landwirtschaft nach den EU-Osterweiterung 9 LF Landwirtschaftlich genutzte Fläche max Maximum min Minimum Mio. Millionen mKDG Mittelfristige Kapitaldienstgrenze MKS Maul- und Klauenseuche MLU Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt mm Millimeter MOEL Mittel- und osteuropäische Länder Mrd. Milliarden PP Pflanzenproduktion TP Tierproduktion VE Vieheinheit vgl. Vergleich VUZE Forschungsinstitut für Agrarökonomie Prag WJ Wirtschaftsjahr ZMP Zentrale Markt- und Preisberichtsstelle Zur Wettbewerbsfähigkeit der ostdeutschen Landwirtschaft nach den EU-Osterweiterung 11 1 EINLEITUNG Durch den vollzogenen Beitritt acht mittel- und osteuropäischer Länder1 (MOEL) sowie der Staaten Malta und Zypern, am 1. Mai 2004, erlangte der landwirtschaftliche Sektor innerhalb der Europäischen Union (EU) eine zunehmende Bedeutung. Der Anteil der Landwirtschaft am Bruttoinlandsprodukt (BIP) der neuen Mitgliedstaaten lag im Jahr 2001 zwischen 7,0 % (Litauen) und 2,7 % (Slowakei) (ZMP 2004). Der entsprechende Wert lag in den alten EUMitgliedsstaaten mit durchschnittlich 1,7 % deutlich niedriger (BMVEL 2003). Die Flächenausstattung pro Kopf der Bevölkerung liegt in diesen stark agrarisch geprägten neuen Mitgliedsstaaten oft deutlich über derjenigen der ehemaligen EU-15. Die EU-Mitgliedschaft ermöglich den Landwirten der MOEL nun einen uneingeschränkten Zugriff auf den erweiterten Binnenmarkt und somit den Zugang zu moderner Technik sowie qualitativ hochwertigen Inputs. Da das enorme Potential der landwirtschaftlichen Produktion derzeit nur zum Teil ausgeschöpft wird, sind dadurch Steigerungen des Ertrags- und Leistungsniveaus in der Pflanzen- und Tierproduktion sowie der Arbeitsproduktivität zu erwarten. Gleichzeitig werden relativ stabile Preise für landwirtschaftliche Produkte gewährleistet. Durch die Übertragung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) und der damit verbundenen Einführung der Flächen- und Tierprämien2 sowie der finanziellen Unterstützung bei der Entwicklung des ländlichen Raumes, wird mit einer direkten Einkommenswirksamkeit und verbesserten Liquidität der Unternehmen gerechnet. Eine aktuelle Studie der Europäischen Kommission

(REPORT OF THE EUROPEAN COMMISSION DIRECTORATE-GENERAL FOR AGRICULTURE 2004)

konnte eine mittelfristig positive Entwicklung der Agrarsektoren dieser Länder mit einer Zunahme der Bruttowertschöpfung um etwa 35 % bis zum Jahr 2013 belegen. Für die Landwirte in den bisherigen EU-Mitgliedstaaten werden sich daher die Wettbewerbsbedingungen in den kommenden Jahren deutlich verschärfen.

Da sich die Landwirtschaft Ostdeutschlands im Verlauf des Transformationsprozesses erfolgreich gegenüber den Ländern der EU-15 behaupten konnte, interessiert nach der EUOsterweiterung, inwieweit sich der ostdeutsche Agrarsektor gegenüber den MOEL als konkurrenzfähig erweisen kann. An dieser Stelle greift die vorliegende Arbeit die Fragestellung nach der Wettbewerbsfähigkeit der ostdeutschen Landwirtschaft auf. Stellvertretend erfolgt die Untersuchung anhand landwirtschaftlicher Unternehmen Sachsen-Anhalts und der Tschechiens, da diese hinsichtlich ihrer Produktionsorganisation große Ähnlichkeit zeigen.

Ein weiterer Aspekt ist die geographische Nähe beider Untersuchungsregionen. Die Landwirtschaft spielt in Sachsen-Anhalts mit einem Anteil von 2,3 % (2003) an der Bruttowertschöpfung dieses Bundeslandes eine wichtige Rolle (MLU 2003). Der Anteil der Landwirtschaft am BIP der Tschechischen Republik liegt mit 2,9 % auf einem vergleichbaren Niveau (ZMP 2004).

Zur Untersuchung der Wettbewerbsfähigkeit wird in dieser Arbeit die Data Envelopment Analysis (DEA) zur Ermittlung der technischen Effizienz genutzt. Ziel ist es, signifikante Unterschiede zwischen Unternehmen verschiedener Rechtsformen, Betriebstypen und Betriebsgrößen zu identifizieren. Dazu soll die Verteilung der technischen Effizienz Sachsen-Anhalts innerhalb der Wirtschaftsjahre (WJ)3 1999 bis 2003 bzw. Tschechiens zwischen 2001 und 2003 untersucht und Entwicklungstendenzen für die Agrarsektoren beider Länder abgeleitet 1 Dies sind Polen, Tschechische Republik, Slowakei, Slowenien, Litauen, Lettland, Estland und Ungarn.

Diese Direktzahlungen betragen im Jahr 2004 25 % des EU-Niveaus und werden stufenweise bis auf 100 % im Jahr 2013 angehoben (EUROPÄISCHE KOMMISSION 2004).

Das WJ beginnt in der Landwirtschaft am 01.07. und endet am 30.06. des folgenden Jahres.





12 Andrea Rothe und Alexej Lissitsa werden. Im Mittelpunkt soll angesichts der Thematik vor allem die Situation der Landwirtschaft Sachsen-Anhalts stehen.

BALMANN und CZASCH (1998) untersuchten als eine der ersten den Transformationsprozess ostdeutscher Agrarunternehmen mit Hilfe der Effizienzanalyse. Spätere Publikationen konzentrierten sich auf frühe Stadien des Transformationsprozesses und operierten teilweise mit stark aggregierten Daten (LISSITSA 2002; CZASCH 2000; MATHIJS und VRANKEN 2000;

THIELE und BRODERSEN 1999; MATHIJS und SWINNEN 1997).

Gesonderte Untersuchungen des Agrarsektors der Tschechischen Republik liegen bisher kaum vor. Schwerpunkt der Studie von CURTISS (2002) bildet die Untersuchung der technischen Effizienz tschechischer Pflanzenbaubetriebe zwischen 1996-1998 mit Hilfe der Stochastic Frontier Analysis. DAVIDOVA und LATRUFFE (2003) betrachten mittels der DEA die technische Effizienz der Pflanzen- und Tierproduktion des Jahres 1999.

Die vorliegende Arbeit unterscheidet sich insbesondere durch die Aktualität des Untersuchungsgegenstandes von bisherigen wissenschaftlichen Studien. Die genutzte Datenbasis ging bislang noch nicht in eine Effizienzanalyse ein. Daneben stehen dieser Arbeit einzelbetriebliche Daten Tschechiens bzw. schwach aggregierte Daten Sachsen-Anhalts zur Verfügung. Die methodische Vorgehensweise ermöglicht sowohl eine statische als auch dynamische Betrachtung. Darüber hinaus erfolgt erstmals eine vergleichende Effizienzanalyse tschechischer und ostdeutscher Agrarunternehmen.

2 DIE SITUATION DER AGRARSEKTOREN ZUM ZEITPUNKT DER OSTERWEITERUNG

2.1 Sachsen-Anhalt 2.1.1 Die Agrarstruktur und -produktion Sachsen-Anhalts Im Jahr 2003 bewirtschafteten in Sachsen-Anhalt 4.941 landwirtschaftliche Betriebe eine landwirtschaftlich genutzte Fläche (LF) von 1.168.068 ha. Davon beanspruchte der Ackerbau etwa 86 %, Dauergrünland 14 % sowie die sonstige Nutzung 0,3 % der LF. In den vergangenen Jahren konnte in Sachsen-Ahnalt ein verstärkter Strukturwandel beobachtet werden, welcher sich durch eine Zunahme der durchschnittlichen Betriebsgrößen charakterisiert (vgl. Tabelle 1).

Innerhalb der Jahre 2001 und 2003 nahm die Anzahl aller landwirtschaftlichen Betriebe um 184 und die LF um 3.822 ha ab, wobei die sinkende Betriebszahl insbesondere im Bereich der Einzelunternehmen innerhalb des Größenbereichs von 2 bis 200 ha zu beobachten war. Diese Abnahme begründet sich einerseits aus der Aufgabe der Betriebe, welche zur Überwindung der extremen Witterungseinflüsse in den vergangenen Jahren nur eine mangelhafte Kapitalausstattung aufwiesen und somit keine ausreichende Erwerbsgrundlage mehr gegeben war.

Andererseits konnten erfolgreich wirtschaftende Betriebe ihre Flächenausstattung erhöhen und ordnen sich in eine höhere Größenklasse ein. Die Anzahl der Betriebe mit einer Flächenausstattung von 200 bis 1000 ha stieg daher an.

Die Zunahme der Betriebe mit der Rechtsform "Juristische Personen des privaten Rechts" (JP) ist überwiegend auf Betriebsteilungen zurückzuführen.

Zur Wettbewerbsfähigkeit der ostdeutschen Landwirtschaft nach den EU-Osterweiterung 13

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Aus dem Strukturwandel resultierte im Jahr 2003 eine durchschnittliche Flächenausstattung von 30 ha LF für Nebenerwerbsbetriebe 250 ha LF für Haupterwerbsbetriebe (HE) 393 ha LF für Gesellschaften bürgerlichen Rechtes (GbR) 986 ha LF für Juristische Personen.

Aus Tabelle 2 wird eine Zunahme der bewirtschafteten Fläche von HE (+2,8 %) und GbR (+1,2 %) des spezialisierten Ackerbaus innerhalb der betrachteten WJ ersichtlich. JP verloren im Durchschnitt 6,7 %. Aus dem Vergleich der abnehmenden Pachtflächenanteile aller Rechtsformen um 2,7 % (HE), 1,0 % (GbR) bzw. 1,7 % (JP) und der Zunahme/Abnahme der Eigentumsflächen lässt sich schließen, dass HE und GbR neben dem Kauf von bisher bewirtschafteten Pachtflächen auch Flächenzukauf zulasten der JP tätigten. Der Pachtanteil landwirtschaftlicher Unternehmen Sachsen-Anhalts lag im Jahr 2003 bei 87,4 %, wobei sich in den vergangenen Jahren eine zunehmende Tendenz zur Selbstbewirtschaftung der Eigentumsfläche abzeichnet. Der durchschnittlich gezahlte Jahrespachtpreis je Hektar LF lag mit 160 € über dem Durchschnitt der Neuen Bundesländer (118 €/ha). Die Höhe differiert je nach Bodenqualität, aber auch rechtsformabhängig. Auffällig ist der Pachtpreisanstieg bei JP, der mit einer Erhöhung um fast 30 €/ha am drastischsten war. JP zahlten im WJ 2001/02 die niedrigsten, im WJ 2002/03 die höchsten Pachtpreise. Aufgrund des Auslaufens der 12-jährigen Pachtverträge sowie dem derzeit durchgeführten subventionierten und zugangsbeschränkten Flächenverkauf der Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) und der Abnahme der Betriebsgröße, kann man schließen, dass Unternehmen der JP zum teil gezwungen sind höhere Pachtpreise zu zahlen. Vor allem um im Konkurrenzkampf mit Unternehmen anderer Rechtsformen ihre Flächen zu erhalten.

Die Arbeitsintensität, gemessen in Arbeitskräftebesatz je 100 Hektar, befindet sich in Sachsen-Anhalt auf hohem Niveau. Mit einem Wert von durchschnittlich 1,6 Vollarbeitskräften (AK) blieb er nach Angaben des MINISTERIUMS FÜR LANDWIRTSCHAFT UND UMWELT SACHSEN-ANHALT (MLU) seit 1999 nahezu unverändert. Die entsprechenden Werte in Tabelle 2 zeigen insbesondere im Ackerbau einen geringen Besatz, was sich auf den Einsatz schlagkräftigerer Technik sowie die Größe der bewirtschafteten Schläge zurückführen lässt.

Der Viehbesatz in Verbundbetrieben lag im Wirtschaftsjahr 2002/03 zwischen 50 und 65 Vieheinheiten (VE) je 100 ha. Die Milchproduktion ist gegenüber der Schweineproduktion in Sachsen-Anhalt von größerer Bedeutung (MLU SACHSEN-ANHALT 2004).

Begünstigt durch die natürlichen Standortbedingungen (vgl. Abschnitt 3.1) sowie das technische Know-How konnte Sachsen-Anhalt in den vergangenen Jahren Spitzenerträge sowohl im Pflanzenbau, als auch in der tierischen Produktion innerhalb Deutschlands und der ehemaligen EU-15 realisieren. Bedingt durch die Trockenheit im WJ 2000/01 sowie die hohen Niederschlagsmengen im WJ 2002/03 kam es jedoch zu erheblichen Ertragseinbußen sowie minderen Qualitäten der Ernten (vgl. Tabelle 3). So konnten beispielsweise im Weizenbzw. Zuckerrübenanbau im Jahr 2003 lediglich 91,7 % bzw. 74,0 % des Durchschnittsertragsniveaus der Jahre 2000 bis 2002 erreicht werden. Hinsichtlich der Produktion tierischer Erzeugnisse nahm Sachsen-Anhalt beispielsweise in der Milchproduktion mit einer durchschnittlichen Milchleistung von 7.193 kg je Kuh im Jahr 2001 eine überdurchschnittliche Position ein. Im vergleichbaren Zeitraum lag der Durchschnittsertrag in Deutschland bei

6.213 kg, innerhalb der EU-15 bei 6.000 kg je Kuh (ZMP MILCH 2002).

Zur Wettbewerbsfähigkeit der ostdeutschen Landwirtschaft nach den EU-Osterweiterung 15

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2.1.2 Die wirtschaftliche Lage der Agrarunternehmen Sachsen-Anhalts Die folgenden Kennzahlen basieren auf Buchführungsergebnissen landwirtschaftlicher Unternehmen Sachsen-Anhalts, die im Rahmen des BMVEL-Testbetriebsnetzes erhoben wurden.

Die vorliegendenden Ergebnisse sind Durchschnittswerte identischer Betriebe der WJ 2001/02 und 2002/03. Diese werden jährlich durch das MLU veröffentlicht. Die Beschreibung der wirtschaftlichen Lage erfolgt anhand von Betriebsergebnissen spezialisierter Ackerbau- und Milchviehbetriebe sowie Verbundbetriebe, unterteilt nach Rechtsformen.

Spezialisierte Ackerbaubetriebe erlitten im WJ 2002/03, bedingt durch hohe Niederschlagsmengen, hohe Ertragsausfälle, welche zu Erlösminderungen um durchschnittlich 15 % führten. Unternehmen der Rechtsform GbR wiesen im Wirtschaftsjahr 2002/03 mit 348 €/ha den höchsten Gewinn aus, JP mit 166 €/ha den niedrigsten (vgl. Tabelle 4). Da die Entnahmen der Gesellschafter der GbR und deren Einlagen in das Sondervermögen als Sonderbilanzen in den Jahresabschlüssen nicht ausgewiesen werden, muss dieses Ergebnis mit Vorsicht betrachtet werden. Die hohen Erlösausfälle verminderten den Gewinn um 165 €/ha gegenüber dem Vorjahr bei JP am stärksten. HE konnten diese mit einem relativ geringeren Verlust von 144 €/ha am wirksamsten vermeiden. In der Folge verschlechterte sich die Liquidität von Betrieben dieser Spezialisierung, was durch die Kennzahl Cash Flow III4 zum Ausdruck kommt. Nach Angaben des MLU wiesen über 50 % dieses Betriebstyps einen negativen Cash Flow III aus, wobei auch hier die JP den stärksten Rückgang verzeichneten. Das bedeutet, Die Kennzahl Cash Flow III zeigt die Finanzierungskraft nach Deckung der Tilgung, d. h. ob und in welcher Höhe stehen liquide Mittel für Ersatz und Neuinvestitionen zur Verfügung (MLU SACHSEN-ANHALT 2001, http://www1.mlu.sachsen-anhalt.de/llg/betriebswirtschaft/bbghastuttdef2001.pdf).

16 Andrea Rothe und Alexej Lissitsa

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Anm.: A = spezialisierte Ackerbaubetriebe, M = spezialisierte Milchviehbetriebe, V = Verbundbetriebe.

Quelle: MLU Sachsen-Anhalt (2004).



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