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«ZUR WETTBEWERBSFÄHIGKEIT DER OSTDEUTSCHEN LANDWIRTSCHAFT – EINE EFFIZIENZANALYSE LANDWIRTSCHAFTLICHER UNTERNEHMEN SACHSEN-ANHALTS UND DER ...»

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18 Andrea Rothe und Alexej Lissitsa Die vorangegangene Darstellung der Entwicklung von Unternehmen der einzelnen Betriebsausrichtungen erfolgte anhand der durchschnittlichen Kennzahlen. Ein horizontaler Vergleich auf einzelbetrieblicher Ebene veranschaulicht jedoch erhebliche Unterschiede. Bei Betrachtung des Unternehmergewinns6 als wichtige Erfolgskennzahl (vgl. Abbildung 1) wird ersichtlich, dass innerhalb der Rechtsformen und Betriebsausrichtungen deutliche Schwankungen zwischen erfolgreichen7 und weniger erfolgreichen Unternehmen bestehen. Die Schwankungsbreite liegt beispielsweise bei HE im Ackerbau zwischen 58 €/ha und -343 €/ha (Differenz von 401 €/ha). Die größten Schwankungen treten mit 980 €/ha und 436 €/ha bei dieser Rechtsform in Milchvieh- und Verbundbetrieben auf. Die Ursachen dieser teilweise extremen Unterschiede sind vielschichtig. Das MLU identifizierte in seinen Auswertungen in den weniger erfolgreichen Unternehmen vor allem schlechte Leistungsparameter. Geringere Erträge und somit Erlöse der Pflanzenproduktion beeinflussten entscheidend das Ergebnis der Ackerbauund Verbundbetriebe, niedrigere Milchleistungen ebenfalls das der Verbundbetriebe sowie der milchviehhaltenden Unternehmen.

In einer Studie von HARMS (2005) wurde in Anlehnung an ein von der Landesanstalt für Landwirtschaft Sachsen-Anhalts entwickeltes Modell die Existenzgefährdung von Agrarunternehmen Sachsen-Anhalts analysiert. Die wichtigsten Ergebnisse sollen an dieser Stelle kurz vorgestellt werden.

Der Cash Flow III stellt ein wichtiges Kriterium dar, um Aussagen über die längerfristige Existenz der Betriebe treffen zu können. Nimmt der Cash Flow III einen negativen Wert an, reicht also das Betriebsergebnis einschließlich der Abschreibungen nicht aus um die Entnahmen und Tilgungen zu decken, so charakterisieren sich diese Betriebe durch negative Nettoinvestitionen und/oder eine Erhöhung des Fremdkapitals. Befindet sich ein Betrieb in dieser Lage, ist dessen zukünftige Existenz gefährdet.

Weiter Kennzeichen einer Gefährdung sind eine negative betriebliche Eigenkapitalbildung (EKB) und ein Kapitaldienst (KD), der die Summe aus Eigenkapitalbildung und Abschreibung für Gebäude (mittelfristige Kapitaldienstgrenze = mKDG) oder sogar die EKB und die gesamte Abschreibung (kurzfristige Kapitaldienstgrenze = kKDG) überschreitet. Diese Kriterien definieren drei Stufen der Existenzgefährdung (vgl. Tabelle 7). In der jeweils höheren Stufe können auch die Merkmale der unteren Stufen zutreffen.

Tabelle 7: Stufen der Betriebsgefährdung EKB 0 KD mKDG KD kKDG Cash Flow III 0 Stufe ja ja nein nein (ja) (ja) ja nein (ja) (ja) (ja) ja Quelle: HARMS (2005) in Anlehnung an HARTUNG (2003).

In Tabelle 8 ist der Anteil der Betriebe nach ihren jeweiligen Gefährdungsstufen zwischen dem WJ 1998/99 sowie WJ 2003/04 dargestellt, wobei die Durchschnittsergebnisse von jeweils drei Wirtschaftsjahren (1998/99-2000/01 und 2001/02-2003/04) um das Ergebnis eines weiteren WJ (2003/04) ergänzt wurden. Die Untersuchung erfolgte anhand der wichtigsten Produktionsausrichtungen, wobei keine Gliederung in die entsprechenden Rechtsformen vorgenommen wurde.

Gewinn nach Entlohnung aller Produktionsfaktoren.

25 % mit höchster Nettorentabilität.

Zur Wettbewerbsfähigkeit der ostdeutschen Landwirtschaft nach den EU-Osterweiterung 19

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Die Darstellung der langfristigen Existenzgefährdung verdeutlicht in der angewandten Abstufung die wahre Situation der Agrarunternehmen Sachsen-Anhalts. Eine Steigerung des Durchschnittseinkommens der Landwirtschaft Sachsen-Anhalts sollte daher nicht überbewertet werden, da bei einer tiefergehenden Betrachtung gezeigt werden konnte, dass zunehmende Einkommensunterschiede zwischen den Betrieben gleicher Spezialisierung aber auch zwischen den jeweiligen Spezialisierungen bestehen.

2.2 Tschechische Republik 2.2.1 Entwicklung der Agrarstruktur und -produktion Tschechiens Im Jahr 2002 umfasste die LF der Tschechischen Republik 4,273 Mio. ha. Der Anteil des Ackerlandes betrugt 72 %, der des Grünlandes 23 %, Dauerkulturen und andere Nutzungen beanspruchten ca. 6 % (CZECH STATISTICAL OFFICE 2003).

Der tschechische Agrarsektor kennzeichnet sich durch ein Nebeneinander von Groß- und Kleinbetrieben sowie eine duale Struktur der Bodennutzung. 5 % der größten Betriebe bewirtschaften dabei 75 % der LF. Die derzeit bestehende Betriebsstruktur ist ein Ergebnis der viele Bereiche umfassenden Privatisierung und Umstrukturierung. Die Privatisierung erfolgte auf drei Wegen, der Restitution von Grund- und Sachvermögen, der Umverteilung der Vermögenswerte von Kollektivbetrieben, welche nach der Kollektivierung entstanden sind, sowie dem Verkauf von Staatseigentum. Etwa 70-75 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche wurden im Verlauf der Restitution an die ehemaligen Eigentümer zurückgegeben. Die verbleibende Fläche blieb Staatseigentum und wurde bis zum Jahr 2000 von der Privatisierung ausgeschlossen. Angesichts der Zielsetzung einer Rückführung der Eigentumsrechte und der Korrektur des früheren Unrechtes im Rahmen der Privatisierung, kam es in Tschechien zu einer starken Zersplitterung der Eigentumsstruktur, welche sich bis heute in einer starken Diskrepanz zwischen Bodeneigentum und Bodennutzung äußert. Eine Zersplitterung der Flächen, wie beispielsweise in Ungarn, fand in der Tschechischen Republik nicht statt. Grund dieser Entwicklung war die Tatsache, dass sich etwa 40 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche im Eigentum von 3,5 Mio. Personen befanden, welche nicht mehr in der Landwirtschaft tätig waren und ihr Land verpachteten (CSAKI et al. 1999; CURTISS et al. 2005).





CSAKI et al. (1999) kritisieren in diesem Zusammenhang vor allem den durch politische Maßnahmen initiierten langsamen Strukturwandel, da diese den Transformationsprozess und somit den Aufbau effizienter und wettbewerbsfähiger Strukturen verzögerten. Die Agrarpolitik und die Gesetzgebung konzentrierten sich zwischen 1995 bis 2000 stark auf die Sicherung der Einkommen sowie die Stabilisierung der Betriebsstrukturen. Erst ab 2001 fand ein Politikwandel statt. 30 % der für den Agrarsektor zur Verfügung stehenden Finanzmittel fließen seither direkt in die Strukturentwicklung der Landwirtschaft8 (DOUCHA und BLÍŽKOVSKÝ 2003).

10 % in der EU.

Zur Wettbewerbsfähigkeit der ostdeutschen Landwirtschaft nach den EU-Osterweiterung 21

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(779 CSK/ha) als Betriebe mit über 300 ha LF (974 CSK/ha). Entscheidenden Einfluss auf die Höhe der Pachtpreise hat die Anzahl der in einer Region wirtschaftenden Unternehmen. Sind mehrere Unternehmen tätig, so werden höhere Pachten gezahlt und Pachtverträge über einen längeren Zeitraum abgeschlossen. Haben einzelne Betriebe eine überragende Position, werden niedrigere Pachtpreise gezahlt und die Pachtverträge haben eine kürzere Frist.

SCHMIED (1998) nennt die höheren Transaktionskosten des Vertragsabschlusses und der Vertragssicherung als eine der Ursachen für die gegenüber den westeuropäischen Staaten geringeren Preise bei Pacht, aber auch Bodenkauf. Diese entstanden einerseits durch die anfängliche Rechtsunsicherheit und andererseits infolge der starken Zersplitterung der Eigentumsstruktur.

Der Verkauf des staatlichen Bodeneigentums erfolgt durch den Bodenfond auf Basis des Gesetzes 95/1999 (Gesetz über den Bodenkauf), wobei bislang nur 10 % der für den Verkauf bestimmten LF von 500.000 ha veräußert wurden (ZMPB 2003).

Die Ursachen des schleppenden Verkaufes liegen vor allem in (der):

Verschuldung und fehlenden finanziellen Mitteln der Unternehmen;

niedrigen Rentabilität der landwirtschaftlichen Produktion;

fehlenden Kreditangeboten der Banken für Bodenkauf;

starken Zersplitterung, der Größe und den Besitzverhältnissen der Grundstücke;

Mentalität der Landwirte (Bodenbesitz wird von den Landwirten noch nicht als Maßstab erfolgreicher Produktion angesehen).

Hinsichtlich der Auswirkungen des EU-Beitritts wird von Experten ein Preisanstieg für Boden erwartet, der sich aufgrund der Übergangsfrist für den Bodenkauf durch ausländische Personen (7 Jahre) mit einer gewissen Verzögerung einstellen wird (ZMPB 2003; ISERMEYER 2000).

Abbildung 2: Flächenausstattung pro Kopf der Bevölkerung in den neuen EUMitgliedsstaaten (1998) 1,5 1,0 1,0 1,0 1,0 0,8 0,8 0,8 0,6 0,5 0,5 0,5 0,4 0,5 0,4 0,4 0,4 0,3 0,3 0,2 0,1

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Quelle: WEBER (2000).

Die Flächenausstattung pro Kopf der Bevölkerung lag mit 0,4 ha LF (CZECH STATISTICAL OFFICE

2003) über dem Durchschnitt der EU bzw. Deutschlands (0,2 ha LF/Kopf, BMVEL 2003), Zur Wettbewerbsfähigkeit der ostdeutschen Landwirtschaft nach den EU-Osterweiterung 23 jedoch unterhalb der von Polen, Lettland, Estland, Litauen und Ungarn (vgl. Abbildung 1).

Aufgrund der hohen Flächenausstattung pro Kopf haben die MOEL daher das Potential für den Export zu produzieren. Abhängig ist dies vorrangig von der Entwicklung des Ertragsniveaus, der Nachfrage im Inland, der Infrastruktur und der Verarbeitung der Produkte (DRÄGER 2001; FITZSCH et al. 2003).

Gegenwärtig beschäftigt der tschechische Agrarsektor 120.896 Arbeitskräfte (CZECH STATISTICAL OFFICE 2003). Die Arbeitsproduktivität stieg seit 1989 um das 2,4fache (DOUCHA und BLÍŽKOVSKÝ 2003). Die Entwicklung der Agrarquote, welche den Anteil der in der Landwirtschaft Beschäftigten an allen Beschäftigten darstellt, zeigt, dass sich der Ausgangswert von 12 % im Jahr 1990 auf 4,9 % verringerte (CZECH STATISTICAL OFFICE 2003). Angesichts der seit 1990 bestehenden Bemühungen die Überbeschäftigung im Agrarsektor zu beseitigen und damit eine Lohnkostensenkung zu erreichen (FILIP 1994), wurde dieses Ziel, vor allem im Vergleich zu anderen MOEL (Slowakei 6,2 %, Ungarn 6,2 %, Polen 14,5 %) am konsequentesten verwirklicht (FRITZSCH et al. 2003). Trotz allem ist die Arbeitsproduktivität im tschechischen Agrarsektor um die Hälfte niedriger als in der EU-15 (DOUCHA und BLÍŹKOVSKÝ 2003). Die Abnahme der Agrarquote lässt eine positive Entwicklung des Reformprozesses der Landwirtschaft sowie das Vorhandensein außerlandwirtschaftlicher Einkommensmöglichkeiten erkennen.

Abbildung 3: Entwicklung des Weizenertrages (dt/ ha) in ausgewählten MOEL und Sachsen-Anhalt zwischen 1992 und 2000 Ertrag in dt/ ha

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Quellen: ZMPa (2001) und MLU SACHSEN-ANHALT (2004).

Das Potential der landwirtschaftlichen Produktion wird in den MOEL derzeit noch nicht vollständig ausgeschöpft. Abbildung 3 veranschaulicht stellvertretend die Ertragsentwicklung von Weizen in Tschechien, Polen und Sachsen-Anhalt. Die Tschechische Republik weist im Vergleich zu Polen eine höhere Flächenproduktivität auf, kann jedoch das Ertragsniveau Sachsen-Anhalts nicht erreichen. Zwar spielen standort- und klimaabhängige Einflüsse hinsichtlich der Ertragsentwicklung eine entscheidende Rolle, doch konnten im Betrachtungszeitraum von 1992 bis 2000 sowohl in Tschechien und in Polen keine wesentlichen Ertragssteigerungen realisiert werden. Dies ist vor allem auf den geringeren Einsatz von Produktionsmitteln und deren teilweise schlechteren Qualitäten sowie auf die oft veraltete 24 Andrea Rothe und Alexej Lissitsa bzw. geringere technische Ausstattung zurückzuführen. Ein Vergleich der Flächenproduktivität der Weizenerzeugung zeigt, dass Tschechien kurz vor der Osterweiterung als Spitzenreiter der MOEL lediglich 78 % und Estland als Schlusslicht nur 39 % des Niveaus der EU erreichen konnten (ZMPA 2003).

Zukünftig wird infolge des Zugangs zu moderner Technik und qualitativ hochwertigen Inputs eine Verringerung der Ertragsdifferenz zwischen den MOEL und der EU-15 erwartet, wobei fehlende finanzielle Ressourcen, klimatische Bedingungen, Bodenqualität und Umweltauflagen als Hemmnisse angesehen werden können (HARTMANN 2000).

Neben der Pflanzenproduktion mit einem Anteil von 45 % des Produktionswertes der tschechischen Landwirtschaft, spielen die Milchproduktion mit einem Anteil von 16 %, die Schweineproduktion mit 18 % und die Rindermast mit 8 % eine wichtige Rolle. Hinsichtlich der im Zusammenhang mit den MOEL oft genannten Qualitätsmängeln tierischer Produkte sowie niedrigeren Leistungen pro Tier, konnte die Tschechische Republik in den vergangenen Jahren eine positive Entwicklung verzeichnen.

Abbildung 3 stellt die Entwicklung der Milchleistung je Kuh von Tschechien, Polen, Ungarn und der EU-15 grafisch dar. Es zeigt sich, dass im Betrachtungszeitraum in allen Ländern eine Leistungssteigerung realisiert werden konnte. Produzierte eine Milchkuh in Tschechien 1989 nur 4.101 kg pro Jahr, so konnte diese Leistung auf 5.861 kg im Jahr 2002 gesteigert werden.

In diesem Vergleich steht Tschechien im Jahr 2002 an dritter Stelle hinter der EU-15 und Ungarn und weist somit ein hohes partielles Produktivitätsniveau auf. Auch in der Milchverarbeitung konnten Ungarn und Tschechien hinsichtlich der Qualität, der Konzentration und des Sortimentes entscheidende Annäherungen in Richtung der EU-Standards realisieren (ZMPB 2003).

Abbildung 4: Entwicklung der Milchleistung je Kuh (kg/ Jahr) in ausgewählten MOEL und der EU Milchleistung in kg/ Jahr

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Quellen: BMVEL (1995, 2003); ZMPc (verschiedene Jahrgänge); ZMPa (2003).

Die Schweinefleischproduktion wies während des Transformationsprozesses eine gewisse Stabilität auf. Im Gegensatz zur Rindfleischproduktion ermöglicht der kürzere Reproduktionszyklus einen schnelleren Bestandsauf- und -abbau, also eine bessere Anpassungsfähigkeit an gegebene Marktbedingungen. Die Nachfrage nach Schweinefleisch blieb auch während des Transformationsprozesses konstant, was sich aus relativ geringen Preisen gegenüber anderen Zur Wettbewerbsfähigkeit der ostdeutschen Landwirtschaft nach den EU-Osterweiterung 25 Fleischsorten, einer mit westlichen Ländern vergleichbaren Qualität und der gewohnheitsgemäßen Zuwendung tschechischer Verbraucher zu Schweinefleisch begründen lässt (CSAKI et al. 1999). Der Schweinebestand Tschechiens lag im Jahr 2002 bei 3,4 Mio. Stück. Die Fleischerzeugung je Tier erreichte mit 143 kg je Tier den Durchschnitt der EU. Die Exportquote lag bei 2,0 %, der Pro-Kopf-Verbrauch bei 47,0 kg (ZMPA 2003). Polen, Ungarn und die Tschechische Republik stellen mit einem Anteil von 88,8 % (Jahr 2002) an der Schweinefleischerzeugung der MOEL, die wichtigsten Produzenten dar (ZMPA 2003).



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